17
Mai

Zehn unschöne Wahrheiten über die Modewelt

Auch wenn ich die Sendung nur sporadisch schaue, so muss ich doch gestehen, dass ich Jahr für Jahr aufs Neue geschockt bin, welch geschöntes und eigentlich vollkommen falsches Bild Germany’s Next Topmodel von der Modebranche vermittelt. Abgesehen von der ein oder anderen Zickerei und einem Umstyling-Drama wird die Branche und eben dieser Model-Job nach wie vor als der erstrebenswerteste Traum aller jungen Mädchen vermittelt. Reisen, eine gesunde Ernährung (Klar darf man sich immer mal wieder einen Burger gönnen!) und Glamour en masse. Die Inszenierung einer Traumwelt. Kein Wunder, dass jährlich tausende Mädchen zum Casting rennen. In den letzten fünfzehn Jahren, in denen ich die Branche hautnah erlebt habe, verlor ich viele Illusionen. Und ja, ich bin unglaublich froh, als (Mode)Bloggerin im Großen und Ganzen „mein eigenes Ding“ machen zu können, mich nicht jedem Wahnsinn unterwerfen zu müssen und mich dank mehrerer Themengebiete nicht 24/7 der teilweise doch sehr ernüchternden Modewelt widmen zu müssen. Ein paar Wahrheiten, die ich in den letzten Jahren erlebt und gelernt habe.

1. Dünn, dünner am dünnsten. Sicherlich gibt es bei Heidis Girls das ein oder andere Mädchen, das mit 16 tatsächlich „von Natur aus“ superschlank ist. Und tatsächlich essen kann, was es will. ABER: Die insbesondere in Paris erwünschte Model-Norm ist nicht durch ein gesundes Essverhalten zu erreichen. Und ja, Gerüchte über in Orangensaft getauchte Wattebällchen als Tagesmahlzeit sind wahr!

2. Unbezahlte Praktika sind nach wie vor Gang und Gäbe. Um also als ambitionierter Absolvent einer Modeschule ein Praktikum bei einem Top-Designer in New York oder Paris zu machen, muss man entweder mit einem sehr solventen, familiären Background gesegnet sein, oder sich neben dem 50-Stunden-Praktikum noch zwei andere Jobs suchen. Lesenswert: Alice hat hier einmal über ihr Praktikum bei Alexander Wang in New York geschrieben.

3. Street Style ist ein einziger Fake (Darüber hatte ich hier schon einmal ausführlich geschrieben.)

Street Style New York


02
Mai

Wie Instagram die Blogs zerstört

„Wie viele Follower hast du?“ werde ich gefragt. „Meinst du, wie viele Klicks Josie loves hat?„, antworte ich. „Nee, ich meine die Instagram-Follower.“ bekomme ich als Antwort. Eine Situation, die ich in den letzten Monaten fast täglich erlebe. Anfangs sagte ich zu meiner Followerzahl „Ich konzentriere mich auf meinen Blog, Instagram ist nur eine nette Ergänzung“ noch dazu. Mittlerweile spare ich mir diese Ausführung.

Man hat teilweise das Gefühl, dass all der jahrelang produzierte Content, eine große, treue Leserschaft plötzlich in Augen mancher (Gott sei Dank nicht aller!) nichts mehr wert ist. Ich spreche hier nicht nur von mir, sondern von fast allen Bloggern, die seit vielen Jahren dabei sind. Man kann von einem Instagram-Account beim besten Willen nicht 1:1 auf einen Blog schließen. Die Blog-Instagram-Relation stimmt fast nie überein. Es gibt unzählige Instagram-Accounts mit unfassbar vielen Followern. Fast täglich stoße ich auf Instagram-Accounts im deutschsprachigen Raum mit sechsstelligen Followerzahlen, von deren Blog ich noch nie etwas gehört habe.

Wie Instagram die Blogs zerstört


17
Feb

New York Fashion Week Street Styles

Dass Fashion Week Street Style Bilder nichts mehr mit spontan erstellten Looks und zufälligen Momentaufnahmen zu tun haben, wissen wir mittlerweile alle. Die Outfits der Street Style Stars werden lange im Voraus akribisch geplant und vor den Shows perfekt inszeniert (Hier hatte ich schon einmal ausgiebig über dieses Thema und die teilweise absurden Situationen geschrieben). Seit einigen Saisons sind es zudem nicht mehr nur die Celebrities, die in der neuen Kollektion des jeweiligen Designers in der Front Row sitzen, sondern auch die internationalen Bloggergrößen. Street Style Individualität geht verloren, aber so ergibt sich natürlich ein sehr harmonisches Bild bei der jeweiligen Show. Chris hat vor der Tommy Hilfiger Fashion Show am Montag einige Street Style Looks für euch geknipst. Und da ich die Designs des amerikanischen Labels sehr gerne mag, möchte ich euch heute die Bilder, inklusive der Tommy Hilfiger Street Style Garde zeigen. Welches Outfit gefällt euch am besten?

New York Fashion Week Street Styles


26
Jan

Tipps für Blog-Anfänger – Wie wird mein Blog erfolgreich?

Nachdem ich in den vergangenen Jahren unzählige Mails mit Fragen zur Erstellung eines Blogs bekommen habe, möchte ich heute ein paar allgemeine Tipps und Erfahrungen der letzten sieben Jahre mit euch teilen.

1. Zuallererst kommt die Frage „Worüber möchte ich schreiben?“. Ich will ehrlich sein: Insbesondere im Modebereich ist der Markt sehr gut abgedeckt. Es gibt unzählige Modeblogs.  „Einfach drauf los bloggen und erfolgreich werden“ hat vor einigen Jahren (und auch nur in manchen Fällen) vielleicht funktioniert, ist heutzutage aber sehr, sehr schwierig. Man braucht viel Ehrgeiz und Ausdauer. Ich empfehle, sich vorher ein Konzept zu überlegen, etwas, das den Blog von anderen abhebt. Was mache ich anders als die anderen? Wodurch kann ich mich abheben? In welchem Bereich habe ich ein besonders Know How, das ich gerne weitergeben würde? Findet eure Nische! Und, ich kann es nur noch einmal betonen: Bringt viel Ausdauer mit! Auch ich habe mich unglaublich gefreut, als aus fünf Lesern plötzlich 20 am Tag wurden. Von nichts kommt nichts. Viele treue Leser muss man sich hart erarbeiten.

Tipps für Blog-Anfänger - Wie wird mein Blog erfolgreich?


04
Mai

Montags-Update #1 – Über einen neuen Anfang in der alten Heimat

Gestern vor einer Woche sind wir in Deutschland gelandet, und so langsam beginne ich zu begreifen, dass die Weltreise wirklich vorbei ist. Die letzte Woche verging wie im Fluge und ließ nicht wirklich viel Zeit, alles einmal in Ruhe sacken zu lassen. Ein einziges Gefühlschaos. Ein emotionales Wiedersehen mit der Familie, vier schöne aber auch unglaublich stressige Tage in der Heimat. Inklusive einem langen Besuch im Heidelberger Tropeninstitut. Ein Muss, wenn man so lange auf Reisen war. Das ein oder andere Tränchen, das in den letzten Tagen die Backe herunter kullerte, das Fernweh, das mich immer wieder mit voller Wucht packt, am 1. Mai die Fahrt in die neue, alte Heimat. Allerdings nicht in das Zuhause, das wir bis jetzt kannten, sondern in eine fremde Wohnung. Der bisher merkwürdigste Moment. In der eigentlichen Heimat anzukommen, aber zu wissen, dass vieles nicht mehr so ist, wie es vor der Reise war. Dass die vertraute Wohnung, die man unmittelbar vor der Reise verließ, nicht wartet, man stattdessen erst einmal die in München nicht gerade einfache Wohnungssuche bewältigen muss. Für die erste Zeit in München haben wir eine airbnb-Wohnung gemietet. Nachdem wir im Ausland und Berlin viele positive Erfahrungen (abgesehen von einem Horror-Szenario in New York) mit dem Portal gesammelt hatten, haben wir auch in München großes Glück mit unserer Wohnung. Ein wunderschöner Altbau, in dem ich mich sogleich heimisch fühlte.

Montags-Update #1 - Über einen neuen Anfang in der alten Heimat


14
Apr

Instagram-Gedanken

In letzter Zeit wurde viel darüber diskutiert, dass unsere Lieblings-App Instagram nichts mehr mit ihrem Ursprungsgedanken zu tun hat. Geteilt werden nicht mehr nur einfache Schnappschüsse, sondern mit viel Aufwand produzierte und ausgiebig nachbearbeitete Bilder. Instagram ist nur eine Spielerei? Der Eindruck geht verloren, wenn ich durch die perfekte Timeline scrolle. Ich persönlich bin ehrlich gesagt meist schlicht und einfach zu faul, meine Fotos bis ins letzte Detail zu inszenieren und knipse einfach drauf los, wenn ich etwas Schönes sehe. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich all die Perfektion gerne anschaue und mich von den wunderschön drapierten, den Feed dominierenden Stillleben gerne inspirieren lasse. Beängstigend ist es allerdings schon, dass in Bloggerkreisen teilweise besonders hübsch angerichtete Speisen bestellt werden, die letztendlich aber nur geknipst und nicht verzehrt werden.

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19
Jan

Über Kooperationen, Authentizität und (falsche) Erwartungen

Heute möchte ich einmal ein sehr sensibles Thema ansprechen, das mir und – ich nehme mir jetzt einfach einmal heraus, das nach vielen Gesprächen mit anderen Bloggern zu behaupten – all meinen Kolleginnen und Kollegen sehr am Herzen liegt. Der Vorwurf, Kooperationen mit Firmen einzugehen und somit die eigene Authentizität aufzugeben. Bei Josie loves kommt er zum Glück nur selten, aber immer wieder. Und ironischerweise immer wieder, seitdem ich um die Welt reise und fast nur noch völlig freie Artikel schreibe, nur noch sehr selektierte Kooperationen eingehe. Wenn ein Artikel bezahlt ist, kennzeichne ich dies auch. Immer. Mit uns deutschen Bloggern wird in vielen Punkten sehr, sehr hart ins Gericht gegangen. Wird ein solcher Artikel einmal nicht gekennzeichnet, ist das in Augen mancher Leser (Eine Beobachtung bei anderen Blogs) ein handfester Skandal. Wusstet ihr, dass die meisten internationalen Bloggergrößen mittlerweile keinen einzigen Post mehr „einfach so“ schreiben, dass hinter jedem einzelnen Post die Bezahlung einer Modemarke oder eine oft zusätzlich gut bezahlte Einladung zu einer Fashion Show/in ein Hotel/auf eine Party steckt? Und auf diesen Topblogs finde ich nie eine Kennzeichnung. Irgendwie finde ich es höchst eigenartig, dass in Deutschland einerseits vollkommene Transparenz durch Kennzeichnung bezahlter Artikel gefordert wird, andererseits bei einem bezahlten Artikel automatisch „keine authentische Berichterstattung“ unterstellt wird.

Wie kommt man dazu, einem Blogger zu unterstellen, dass er in höchsten Tönen von etwas schwärmt, weil er über etwas „schreiben muss“? Zuallererst: Ich muss gar nichts. Auf Josie loves kann ich wählen, über was ich schreibe. Schade, dass es neben all den Artikeln, für die ich mich entscheide, keine Liste mit den abgelehnten Kooperationen und den Events, über die ich nicht berichtet habe, gibt. In diesem Fall kann ich nur von mir selbst sprechen: Wenn ich in höchsten Tönen von etwas schwärme, dann nur weil ich in höchsten Tönen von etwas schwärmen WILL. Klar kann ich mich über all die Mails freuen, in denen Leser mir begeistert erzählen, dass sie ein von mir vorgestelltes Hotel für ihre Reise gewählt haben und negative Töne ignorieren. Aber mich trifft solch ein vorwurfsvoller Kommentar. Ich habe mich auf Josie loves dafür entschieden, zum größten Teil „nur über die schönen Dinge des Lebens“ zu schreiben. Josie loves ist kein „Review-Blog“, in dem ich jedes einzelne Hotel/Produkt auseinander nehme und einen ausführlichen Artikel über eine negative Erfahrung bringe. Ich berichte nur über die Hotels, die ich weiterempfehlen kann. Über Themen, die ich spannend finde. Über die Labels, die ich gerne trage, und die Beautyprodukte, die ich wärmstens weiterempfehlen kann. Klar, dass ich in diesen Beiträgen oftmals schwärme und Superlative verwende.

Über Kooperationen, Authentizität und (falsche) Erwartungen


21
Dez

Der große Blogger Adventskalender 2014 – 21. Dezember: Ein Duftset von Bottega Veneta

Könnt ihr glauben, dass heute schon der vierte Advent ist? Unglaublich, wie die Zeit Ende des Jahres verfliegt. Nur noch drei Tage bis Heiligabend! Und um euch die letzten Tage vor dem wohlverdienten Weihnachtsurlaub noch ein wenig zu versüßen, haben wir noch einige Highlights in unserem großen Adventskalender für euch. Bei mir gibt es heute ein vierteiliges Duftset von Bottega Veneta zu gewinnen. In der Kopfnote des femininen Dufts treffen Bergamotte, Lilie, pinkfarbener Pfeffer und Alpenveilchen auf Leder, Jasmin Pflaume und Patschuli  in der Herznote. Abgerundet wird „Bottega Veneta“ durch Eichenmoos und Bittermandel. Im Set enthalten ist nicht nur das elegante Eau de Parfum (50 ml), sondern auch ein Softening Boy Scrub (200 ml), eine parfümierte Body Lotion (200 ml) und ein Duschgel (200 ml).

Es lohnt sich auch, bei meinen lieben Kolleginnen vorbeizuschauen. In der Grafik unten seht ihr die einzelnen Gewinne. Bei Bikinisandpassports.com gibt es heute zum Beispiel einen 200 Euro Gutschein von Oasis zu gewinnen!


12
Dez

Der große Blogger Adventskalender 2014 – 12. Dezember: Lumea Comfort von Philips

Lästiges Rasieren, schmerzhaftes Epilieren? Das hat nun ein Ende, denn Philips schafft mit der Lumea Range ab sofort Abhilfe! Mithilfe von sanften Lichtimpulsen werden Körperhaare bereits entfernt, bevor sie sichtbar und fühlbar werden. Und das langanhaltend und sicher. Wie das funktioniert? Die Lumea Range von Philips bringt die aus Schönheitssalons bewährte IPL-Technologie zu uns nach Hause. Lumea Comfort ist das kleinste und leichteste Modell der Produktfamilie, liegt perfekt in der Hand und erreicht so alle Körperpartien. Und so funktioniert’s: Die Lichtimpulse des Lumea Comfort werden durch das im Haar enthaltene Pigment Melanin absorbiert, dadurch wird das Haar in der Wurzel erhitzt und fällt auf natürliche Weise aus. Sowohl Gesichts- als auch Bein- und Achselhaare können damit effektiv und nachhaltig entfernt werden, sogar für die empfindliche Bikinizone eignet sich Lumea Comfort. Dank des Slide&Flash Modus habt Ihr die gewünschten Körperzonen im Nu behandelt.